Nach ihrer mündlichen Prüfung am 19. Januar wurden die Absolventen der Bundesfachschule für Sanitär- und Heizungstechnik in der Aula der Heinrich-Meidinger-Schule verabschiedet.

Das Abschlusssemester der Fachrichtung der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik HL4 hatte zusammen mit der Schulleitung eine angemessene und ungezwungene Verabschiedungsfeier organisiert.

„In politischen und gesellschaftlichen Diskussionen sind heute zunehmend Emotionen wichtiger als Fakten. Immer größere Bevölkerungsschichten sind in ihrem Widerwillen gegen „die da oben“ bereit, Tatsachen zu ignorieren und sogar offensichtliche Lügen bereitwillig zu akzeptieren“.

Mit diesem Zitat aus der Begründung der Gesellschaft für Deutsche Sprache zur Wahl von „postfaktisch“ zum Wort des Jahres begrüßte der Schulleiter Lothar Walter die Absolventinnen und Absolventen, die Gäste sowie Lehrerinnen und Lehrer der Schule.

Schulleiter Lothar WalterLaunig versicherte er seinen Zuhörern dass sie ihm aber glauben dürfen, dass er die Wahrheit sage, allein schon deshalb, weil er keiner „von denen da oben sei“. Und auch weil Sie ein Zeugnis erhalten würden, in dem ihre Leistungen und ihr Abschluss exakt ausgewiesen wäre. Und auch weil die Schule großen Wert darauf legen würde, ja legen müsste, damit die Marke Bufa ihren Wert behielte; jenen Wert, der der Mehrwert der Absolventen sei, weil Sie Ihren Techniker hier an der Bundesfachschule und nicht irgendwo sonst erworben haben.

„Auch in postfaktischer Zeit, soll sich jeder darauf verlassen können, dass im Zeugnis der Bufa ausgewiesene Leistungen faktisch erbracht worden sind, dass Sie nicht nur irgendetwas gelernt haben, sondern dass Sie auch Entsprechendes wissen und können“, meinte der Schulleiter.

„Freuen Sie sich über den Abschluss, gerne auch darüber, dass es vorbei ist. Der letzte Tag … dann in die Freiheit! (685 Facebookbenutzer sind informiert)“, meinte der Schulleiter im Hinblick auf den von Herrn Backhaus immer aktuell gestalteten Facebook-Auftritt der Schule.

Dass die Zeit an der Bufa ihre Spuren hinterlassen hat, „bei Ihnen und bei uns“, war sich der Schulleiter sicher. „Sie haben gelernt und gearbeitet, geschwitzt und gerackert, (vielleicht manchmal auch etwas getrickst?) und nicht nur das hat zu Ihrem Erfolg beigetragen. Manches trug unmerklich mit dazu bei, bei Ihnen Wirkungen und Spuren zu hinterlassen. Ich bin mir ganz sicher, durch Ihr Bemühen haben Sie alle an Statur gewonnen, an Persönlichkeit. Vieles hat zu Ihrer Bildung beigetragen. Diese Bildung hat viele Aspekte: fachliche und personelle; ich meine die Bildung, die man auch noch hat, wenn man alles Schulwissen wieder vergessen hat.

SAbsolventeneien Sie bitte auch stolz auf den Titel, den Sie mit dem heutigen Tag erworben haben: Staatlich geprüfter Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechniker.

Verstecken Sie ihn nicht. Mit dem was Sie können und was Sie gelernt haben brauchen Sie sich nicht vor den Bachelors der Hochschulen zu verstecken.

Für alle die das nicht wissen und glauben wollen, enthält Ihr Zeugnis und die Zeugniserläuterung den Hinweis, dass der das Niveau des Staatlich geprüften Technikers der Stufe 6 des deutschen, wie auch des europäischen Qualifikationsrahmens für berufliche Bildung entspricht. Eben dort wo auch der Bachelorabschluss einsortiert ist.

Ein staatlich geprüfter Sanitär und Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechniker mit Berufserfahrung und 4 oder 6 Sem. Bufa muss sich mit seiner Ausbildung, seiner Ausbildungsstätte und seinem Titel nicht verstecken!“

Mit dem Appell an die Absolventen, in ihrem neuen Betätigungsfeld, ihrem Zuständigkeitsbereich die Arbeitswelt und Berufsausbildung human und erfolgreich zu gestalten, kam der Schulleiter zum Ende seiner Ausführungen. „Helfen Sie mit, Motivation und Leistungsbereitschaft zu fördern, zu erhalten und zu mehren. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Die jüngeren brauchen gute Vorbilder!“

Auf die Prüfung zurückkommend stellte der Schulleiter fest, dass von 19 Prüfungsteilnehmer 17 erfolgreich waren; „wenige eher knapp, einige durchschnittlich bis souverän, einer bravourös!“ Dass er dessen Namen noch nicht nennen wollte, löste Heiterkeit in der Aula aus, wussten doch alle, wer damit gemeint war.

„Für gute oder bemerkenswerte Leistungen vergeben wir gerne eine Auszeichnung in Form einer Urkunde“, sagte der Schulleiter. So hatte der Prüfungsausschuss beschlossen, Pantelis Theocharidis für die beste Präsentation des Jahrgangs Winter 2016/17 mit einer Urkunde auszuzeichnen und für das unüberbietbare Prüfungsergebnis mit einer 1,0 als Notendurchschnitt erhielt Maximilian Gola eine Auszeichnung in Form einer Urkunde mit Präsent.

Der Klassenlehrer und stellvertretende Schulleiter Martin Wortmann-Vierthaler hatte bei der Übergabe der Zeugnisse für jeden Absolventen auch eine persönliche Bemerkung parat. Frau Schneider nahm es mit Humor, dabei eine Auszeichnung für ihre überragende Tafelputzleistung zu erhalten.

Kilian Hierlemann, der Klassensprecher des Abschlusssemesters hielt eine sehr gelungene, launige Rede, in der er die Bufazeit Revue passieren ließ und das Wirken aller Lehrerinnen und Lehrer der Klasse in humorvoll-anerkennender Weise skizzierte.

Und hier der komplette Text der Rede.

Im Anschluss wurde der Abend ausgiebig genutzt, das Angebot des, von den Absolventen organisierte und von unserer Kioskbetreiberin Frau Beck angerichtete Buffets, zu genießen, in entspannter Atmosphäre auf die zurückliegende Zeit zurück zu blicken und auch den Blick in die Zukunft zu richten.

Die Schulleitung, das Kollegium der Heinrich-Meidinger-Schule, sowie das Verwaltungspersonal des Hauses wünschen allen Absolventen der Abschlussprüfung alles Gute, Glück und Erfolg für ihr weiteres berufliches Fortkommen ebenso wie für den privaten Bereich.

 

Und hier die Bilder von der Verleihung der Urkunden für besondere Leistungen und der Zeugnisverleihung:

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