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Meine Söhne, sagt Herr Fahrenkamp, sind
wortkarg genug. Ich frage sie dieses und jenes. Ich bin
kein Unmensch, es interessiert mich, was die Jugend
denkt, schließlich war man selbst einmal jung. Wie soll
nach eurer Ansicht die Zukunft aussehen, frage ich und
bekomme keine Antwort, entweder meine Söhne wissen es
selber nicht oder sie wollen sich nicht festlegen, es
soll alles im Fluß bleiben, ein Fluß ohne Ufer
sozusagen, mir geht das auf die Nerven, offen gesagt.
Darüber, was es nicht mehr geben soll, äußern sich
meine Söhne freimütiger, auch darüber, wen es nicht
mehr geben soll, den Lehrer, den Richter, den
Unternehmer, alles Leute, die unseren Staat aufgebaut
haben, in größtenteils demokratischer Gesinnung, aus
dem Nichts, wie man wohl behaupten kann, und das ist
jetzt der Dank. Schön und gut, sagen meine Söhne, aber
Ihr habt etwas versäumt, und ich frage, was wir
versäumt haben, die Arbeiter sind zufrieden, alle Leute
hier sind satt und zufrieden und was gehen uns die
Einwohner von Bolivien an. Ihr habt etwas versäumt,
sagen meine Söhne und gehen hinunter in den Hobbyraum,
den ich ihnen vor kurzem habe einrichten lassen. Was sie
dort treiben, weiß ich nicht. Meine Frau meint, daß sie
mit Bastelarbeiten für Weihnachten beschäftigt sind. |